Integration mit Hätz un Hand

Integration im Handwerk trifft rheinische Lebensfreude: Beim Kölner Karneval 2026 setzen Jugendliche des Berufskollegs 10 Köln-Porz gemeinsam mit KultCrossing ein kreatives Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und berufliche Integration. Unter dem Motto „Mit Hätz un Hand – die Heinzel stonn parat“ gestaltet eine internationale Schülergruppe überlebensgroße Heinzel-Figuren und zeigt so, wie kulturelle Bildung und Handwerk sich gegenseitig inspirieren können.

Jugendliche gestalten Karnevalsfiguren: Mit Hätz un Hand – die Heinzel stonn parat!

Über 60 Jugendliche, viele mit Fluchtgeschichte oder familiären Wurzeln außerhalb Deutschlands, nehmen am Schull- und Veedelszöch am 15. Februar 2026 teil. Die originellen Figuren – mit unterschiedlichen Hautfarben, Werkzeugen und typischen Handwerks-Accessoires – stehen für Weltoffenheit, Gemeinschaft und die Zukunft des Kölner Handwerks. Hauptsponsor des Projekts ist der Große Senat e.V.. 
Auf Unterstützung bei der Zugteilnahme kann die Gruppe zudem von der Karnevalsgesellschaft Kölsche Lübüggelle rechnen. Diese jecke Gesellschaft für Heizungs- und Sanitärinstallateure sowie mehrere engagierte Kölner Betriebe aus dem Bereich Sanitär, Heizung, Klima fördern so den Nachwuchs für ihre Gewerke.

Im Berufskolleg Porz arbeiteten die Jugendlichen unter Anleitung des erfahrenen Wagenbauers Werner Blum mit Holz, Draht und Pappmaché. Lehrerin Annette Bauer berichtet, wie die Zusammenarbeit über Sprachgrenzen hinweg funktioniert und die Gruppe zusammengeschweißt hat: „Das hat mehr für die Integration getan als es manche Schulstunde vermöchte.“

KultCrossing Geschäftsführerin Christa Schulte freut sich über den schon jetzt sichtbaren Erfolg. „Die Idee von den Heinzelmännchen aus aller Welt passt sehr gut zur aktuellen Lage in der Gesellschaft. Hier werden Integration und Tradition zusammengeführt, das gibt den jungen Menschen ein gutes Gefühl und ermutigt sie auf ihrem Weg.”, lobt sie.

So verwirklicht das Projekt den Bildungsauftrag von KultCrossing: soziale Kompetenzen fördern, vernetztes Denken anregen und jungen Menschen Kultur als Raum für eigene Ausdruckskraft eröffnen.

Am Karnevalssonntag dürfen sich die Jugendlichen außerdem über eine Einladung zur Familijesitzung der Kölnischen KG von 1945 freuen – ein weiterer Höhepunkt auf dem Weg von der Werkbank in die Welt des Kölner Karnevals.

Fotos vom Figurenbau und den beteiligten Jugendlichen sind in unserer Mediathek zu finden.


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